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Fachgruppe Sexuelle Vielfalt

Unsere Motivation

Jugendverbände wollen und müssen ein Ort sein, an dem Jugendliche jeder sexuellen Orientierung leben, sich erproben und verwirklichen können. Ziel unserer Arbeit ist daher die Information und Sensibilisierung der ehrenamtlichen Jugendleiter*innen für die Situation von schwulen, lesbischen, bi und trans* Jugendlichen im Jugendrotkreuz. Vermeintliche Kleinigkeiten in der alltäglichen Sprache können entscheidend sein, wenn es darum geht, in der Jugendgruppe eine Atmosphäre zu schaffen, in der Jugendliche sich akzeptiert fühlen - akzeptiert wie sie sind und sein wollen in der Lebensphase der ersten geschlechtlichen Orientierung auch und gerade, wenn sie möglicherweise für sich eine nicht-heterosexuelle Identität finden und erproben. Es geht uns darum, das Thema sexuelle Vielfalt in die Arbeit mit JRKler*innen zu integrieren und aktiv gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität vorzugehen.

Der Begriff sexuelle Vielfalt steht dabei für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechterinszenierungen, er bezieht sich also nicht auf Sexualität oder Sexualpraktiken, sondern auf Identität und Lebensformen. Das Thema sexuelle Vielfalt ist stark emotional besetzt. Immerhin rührt es an Werthaltungen und auch die eigene Sexualität und Lebensweise muss mit bedacht werden. Doch unabhängig von Gefühlslagen steht fest: Die EU Grundrechtecharta und das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützen vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität und der Auftrag des KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz), Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern, gilt selbstverständlich auch für LSBTIQ*.

Unsere Ziele

  • Außenwirksamkeit und Sichtbarkeit ?
  • Sensibilisierung, Aufklärungsarbeit, Kompetenzvermittlung und Fortbildungen ?
  • Raum schaffen und Vernetzung ?
  • Identitäten stärken, Stereotypen abbauen, Akzeptanz schaffen ?
  • Anprechpartner*innen

Was bisher geschah

Unsere Arbeit begann Anfang 2018. Neben einigen Treffen unserer Fachgruppe nahmen wir seitdem u.a. verschiedene Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote wahr.

Wir waren bei dem ersten Vernetzungstreffen im Rahmen von neXTqueer vertreten. Zum ersten Mal machten wir Bekanntschaft mit Vertreter*innen von anderen Jugendgruppen und -organisationen. Um einander kennenzulernen, stellten wir unsere jeweilige Arbeit vor, aus denen bereits überaus interessante Gespräche und Kontakte erwuchsen.

Für die Aufnahme der Arbeit war außerdem ein wichtiger Schritt, sich im Vorfeld ausgiebig zu informieren. Dafür hat sich unser Bildungsreferent Jan Westermann von dem zuständigen Referenten aus dem zuständigen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Hans Hengelein beraten und informieren lassen. Auch nahm er im Rahmen der queeren Jugendstudie in Niedersachsen als Experte an einem Interview teil.

Im April 2018 fand das zweite Vernetzungstreffen von neXTqueer statt. Bei diesem war die gemeinsame Identifizierung von Hürden, die queeren Jugendlichen die Teilhabe an den Angeboten der Jugendarbeit erschweren, und die Erarbeitung möglicher Lösungswege Thema des Abends. Differenziert wurde dabei in Gesellschaft, Jugendgruppen und Mitarbeitende. Auch dieses Treffen war wieder sehr intensiv und aufschlussreich.

Einige Mitglieder nahmen außerdem an den ersten beiden neXTqueer-Qualifizierungsangeboten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Jugendarbeit, genannt Q*R-Coach, zu den Themen queere Lebenswelten und diversitätssensible Kommunikation teil. Dabei ging es im ersten Teil um die verschiedensten Begriffe im Zusammenhang mit der queeren Thematik. Dazu wurden beispielsweise zu jedem Buchstaben des Alphabets Begriffe gefunden und erklärt. Im Anschluss daran wurde auf das Thema Diversität eingegangen. Nach einem kurzen Vortrag bestand die Möglichkeit für Diskussionen. Es ging vor allem um den Umgang mit Diversität, die einem im Alltag begegnet, und die Sensibilisierung für einen angemessenen Umgang mit derselben.

Auch an dem 3. Vernetzungstreffen von neXTqueer im Juni 2018 nahmen wir teil. Dieses wurde bewusst sehr offen gestaltet, da ein großer Wunsch bestand, die Arbeit der anderen Gruppen kennenzulernen. Es erwuchsen Gespräche über den aktuellen Stand der einzelnen und die Möglichkeiten, welche sich noch ergeben werden. Wir hoffen, dass sich viele lohnenswerte Kooperationen ergeben werden.

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